Fotowettbewerbe – (K)eine kostenlose Bilderquelle?

Viele Unternehmen veranstalten Fotowettbewerbe. Es drängt sich oft der Gedanke auf, der Veranstalter möchte sich ein Portfolio hochwertiger Fotos kostengünstig zulegen. Gerne werden in den Teilnahmebedingungen Klauseln versteckt, wonach dem Veranstalter die ausschließlichen Nutzungsrechte an den Fotos kostenlos übertragen werden. Doch die Teilnehmer das so hinnehmen? Die Antwort ist ein klares Nein!

Fotograf kann nicht entrechtet werden

Grundsätzlich kann der Veranstalter eines Fotowettbewerbes die Teilnahmebedingungen frei gestalten. Allerdings steht dem Fotografen als Urheber für die Einräumung von Nutzungsrechten und die Erlaubnis zur Werknutzung ein gesetzlich geregelter Anspruch auf eine angemessene Vergütung zu, § 32 UrhG. Dieser Anspruch kann nicht durch Teilnahmebedingungen außer Kraft gesetzt werden. Klauseln, wonach der Veranstalter keine Vergütung für die spätere Verwendung zahlen muss, sind unwirksam.

Vergütungsanspruch bei weiterer Bilderverwendung

Fotowettbewerbe sind also keine kostenlose Bilderquelle für ein Portfolio werbetauglicher Bilder. Für die (ungefragte) Nutzung kann der Fotografen ein angemessenes Honorar verlangen. Die Vergütung kann in zu den üblichen Honorarsätzen in Geld, aber auch mit gleichwertigen Sachpreisen (z.b. Fotoequipment) gezahlt werden.

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